SailGP: Neuseeländische und französische Teams verpassen Sydney Sail Grand Prix nach Kollision
Black Foils und DS Team France kollidieren in Auckland. Bild mit freundlicher Genehmigung von SailGP.
SailGP hat bestätigt, dass Neuseeland und Frankreich nach einer Kollision ihrer F50-Segelboote in Auckland nicht am Sydney Sail Grand Prix teilnehmen werden.
Die Sydney SailGP kehrt vom 28. Februar bis 1. März 2026 zum siebten Mal in den Hafen von Sydney zurück.
Die katastrophale Kollision ereignete sich beim Start des dritten Rennens am Eröffnungstag des ITM New Zealand Sail Grand Prix in Auckland. Die „wechselhaften, verrückten Bedingungen“, die Emirates GBR-Fahrer Dylan Fletcher als „wie bei Mario Kart“ beschrieb.Die neuseeländische F50 verlor bei der Anfahrt auf die erste Boje mit hoher Geschwindigkeit die Kontrolle und geriet in eine scharfe Kurve, die den Kurs des französischen Bootes kreuzte. Beide F50 wurden erheblich beschädigt.
Anschließend wurden an Bauteilen beider Boote Inspektionen und Tests durchgeführt. Der zentrale Pod und der Backbordrumpf des neuseeländischen Bootes wurden zur Wiederverwendung freigegeben, der Steuerbordrumpf und die Querträger wiesen jedoch erhebliche strukturelle Schäden auf.
Der französische Mittelteil, die Träger und der Steuerbordrumpf haben nach den Reparaturarbeiten die Inspektion bestanden. Der Backbordrumpf wurde erheblich beschädigt und wird nicht wieder in Betrieb genommen.
Ingenieurteams arbeiten daran, aus brauchbaren Komponenten beider F50-Boote eine rennfertige Plattform zusammenzustellen. Derzeit konzentrieren sich die Bemühungen Berichten zufolge darauf, die Boote nach Abschluss der Reparaturen und des Wiederaufbaus wieder im Wettbewerb einzusetzen.
Zwei Athleten – der Neuseeländer Louis Sinclair und die Französin Manon Audinet – wurden vom SailGP-Sicherheitsteam auf dem Wasser von der Rennstrecke evakuiert und ins Krankenhaus gebracht.
Sinclair wurde wegen eines Bruchs am rechten Bein operiert. Sein Zustand ist stabil und er ist wieder zu Hause. Audinet erlitt Prellungen im Bauchbereich. Sie wird vorsorglich weiterhin ärztlich beobachtet und erholt sich.
SailGP teilt mit, dass eine Untersuchung des Vorfalls läuft. Diese umfasst die Analyse von Leistungsdaten und Bordsystemen, um den Hergang des Unfalls zu ermitteln. Die Organisation hat eine Erklärung veröffentlicht, in der sie betont, dass das Wohl der Athleten weiterhin höchste Priorität hat und dass alle Erkenntnisse gemäß den bei früheren Vorfällen angewandten Verfahren behandelt werden.
Hochriskanter Sport oder vermeidbares Risiko?
SailGP hat sich durch Geschwindigkeit, Spektakel und Rennen im Stadionstil einen Namen gemacht. Doch je schneller und kompakter die Flotte wird, desto geringer werden die Spielräume. Ob Auckland einen Wendepunkt markiert oder eine ungehörte Warnung bleibt, hängt weniger von den Ergebnissen der Untersuchung ab, sondern vielmehr davon, wie entschlossen die Rennserie auf die nun unübersehbaren Risiken reagiert.




