KI- und Cloud-Technologie unterstützen Ocean Cleanup im Kampf gegen Plastik im Meer
Ocean Cleanup, die gemeinnützige Organisation, die sich für die Entfernung von Plastik aus den Weltmeeren einsetzt, hat eine neue Partnerschaft mit Amazon Web Services (AWS) angekündigt, um die Plastikextraktion mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und Cloud-Technologie auszuweiten.
Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt auf der Beschleunigung der Reinigungsbemühungen im Great Pacific Garbage Patch, der größten Ansammlung schwimmenden Plastiks, und der Unterstützung der umfassenderen Mission von Ocean Cleanup, bis 90 2040 Prozent des schwimmenden Plastiks aus den Ozeanen zu entfernen.

Seeleute im Pazifik wurden außerdem gebeten, KI-Kameras anzubringen und GPS-Tracker zu verwenden, um bei der Kartierung von Plastik zu helfen. Ocean Cleanup hat derzeit acht Boote für dieses Projekt angemeldet, das von jetzt (Juli 2025) bis September 2025 läuft.
Boyan Slat, CEO und Gründer von Ocean Cleanup, kommentiert: „Innovation und Spitzentechnologie standen schon immer im Mittelpunkt unseres Ansatzes, um unsere Mission zu erfüllen, die Weltmeere von Plastik zu befreien.
Unsere Zusammenarbeit mit AWS hat das Potenzial, unsere Fähigkeiten deutlich zu verbessern. Mit der AWS-Technologie können wir Plastik-Hotspots besser lokalisieren, unsere Reinigungsmaßnahmen optimieren und sicherstellen, dass wir die Meeresökosysteme schützen und gleichzeitig schädlichen Plastikmüll entfernen. So erreichen wir unser ultimatives Ziel: die globale Plastikverschmutzung der Ozeane um 90 Prozent zu reduzieren.
Die Initiative erfolgt vor dem Hintergrund neuer Forschungsergebnisse, die die Umweltrisiken durch Plastikmüll in den Ozeanen verdeutlichen. Dazu gehören Schäden an Meeresökosystemen, der Verlust der Artenvielfalt und der Zerfall in Mikroplastik. Bislang hat Ocean Cleanup weltweit 64 Millionen Kilogramm Plastikmüll entfernt.
Im Rahmen dieser Partnerschaft wird AWS KI-Erkennungssysteme und eine Cloud-basierte Infrastruktur bereitstellen, um die Identifizierung, Verfolgung und Vorhersage von Plastik in riesigen Meeresgebieten zu verbessern. Das System integriert Daten von Satelliten, Drohnen, IoT-Geräten und Open-Source-Modellen, um eine Echtzeitüberwachung zu ermöglichen und Reinigungsschiffe in Richtung plastikreicher Zonen zu leiten.
Dr. Werner Vogels, CTO von Amazon.com, kommentiert: „Die Verschmutzung durch Plastik stellt eine der dringendsten Umweltherausforderungen unserer Zeit dar und die Mission von Ocean Cleanup ist für die Gesundheit unseres Planeten von entscheidender Bedeutung.
„Diese Zusammenarbeit zeigt, wie fortschrittliches Cloud Computing und KI als leistungsstarke Werkzeuge für den Umweltschutz dienen können. Sie wandeln nicht nur Meeresdaten in umsetzbare Erkenntnisse um, sondern schaffen auch eine Blaupause dafür, wie Technologie kritische Umweltprobleme auf der ganzen Welt angehen kann.“
Die Partnerschaft wird außerdem die Systeme zum Schutz des Meereslebens durch KI-gesteuerte Überwachungsinstrumente verbessern, wodurch die Abhängigkeit von manuellen Beobachtungen verringert wird und mehr Ressourcen für Reinigungsarbeiten eingesetzt werden können.
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Bilder mit freundlicher Genehmigung von Ozeanreinigung.




