Grafiken, die LKQ Aquafax als Handelsvertrieb für Schiffs- und Industrieausrüstung bewerben, mit einem Boot auf dem Wasser und ausgewählten Markenlogos zur Präsentation von Produkten für Boots- und Schifffahrtsanwendungen.

Der CEO von Marinedi setzt auf Flexibilität und Netzwerkgröße, um der sich wandelnden Nachfrage nach Yachthäfen gerecht zu werden.

Marinedi Marina di Cagliari zeigt Boote vor schönen Gebäuden Marinedis Marina di Cagliari

Da sich verändernde Reisegewohnheiten und wirtschaftliche Unsicherheit die Yachtbranche neu gestalten, positioniert Marinedi Flexibilität – nicht Expansion – als wichtigsten Wettbewerbsvorteil. Zurück zum Internationale Bootsausstellung in Palma Nach mehrjähriger Abwesenheit nutzt das Unternehmen die Plattform, um seine Präsenz in einem Markt, den es als entscheidend für seine nächste Wachstumsphase ansieht, wieder zu stärken.

„Ja, wir kehren dieses Jahr nach mehreren Jahren Abwesenheit nach Palma zurück“, sagt Renato Marconi, CEO von Marinedi. „Wir betrachten den spanischen Markt als besonders strategisch wichtig für unsere Entwicklung, insbesondere im Hinblick auf unsere ‚8+4‘-Liegeplatzformel. Diese bietet unseren Jahresvertragskunden große Flexibilität, da sie ihren Aufenthalt zwischen ihrem Heimathafen und anderen Destinationen innerhalb des Marinedi-Netzwerks aufteilen können.“ Er fügt hinzu: „Palma stellt daher eine wichtige Gelegenheit dar, unsere Präsenz im westlichen Mittelmeer zu stärken und neue Geschäftsbeziehungen aufzubauen.“

Das flexible Liegeplatzmodell gewinnt in einem sich wandelnden Markt an Bedeutung.

Diese Betonung der Flexibilität spiegelt einen umfassenderen Wandel der Kundenerwartungen wider. Angesichts geopolitischer Unsicherheit und sich veränderndem Reiseverhalten setzt Marinedi verstärkt auf sein Netzwerkmodell als Quelle der Resilienz.

„Die aktuelle geopolitische Lage birgt zweifellos Unsicherheiten, insbesondere im Hinblick auf die Weltwirtschaft und die internationale Mobilität“, so Marconi. „Wir sind jedoch überzeugt, dass sich der Schifffahrtssektor weiterhin als äußerst widerstandsfähig erweist.“ Entscheidend seien die strukturellen Vorteile von Skaleneffekten und Integration: „Unser Netzwerkmodell, das Flexibilität, vielfältige Reiseziele und einen einzigen Vertrag bietet, stellt in diesem Kontext einen klaren Mehrwert für unsere Kunden dar.“ Dies schlage sich auch in der Nachfrage nieder: „Das stimmt uns optimistisch, denn wir beobachten eine wachsende Nachfrage nach integrierten Lösungen und abwechslungsreichen Kreuzfahrterlebnissen.“

Zusammenarbeit und Kundenbindung prägen die Prioritäten im Yachthafensektor neu

Marconi erwartet auf Branchenebene eine subtile, aber wichtige Kurskorrektur auf der diesjährigen Messe in Palma. „Wir gehen davon aus, dass die Messe dieses Jahr stärker auf internationale Zusammenarbeit und strategische Partnerschaften ausgerichtet sein wird“, sagt er. „Nach einer Phase der Unsicherheit scheinen die Branchenakteure nun eher geneigt zu sein, Synergien zu schaffen und gemeinsame Chancen zu entwickeln.“ Diese Verlagerung könnte auch ein Zeichen für eine Abkehr von reinen Wachstumskennzahlen sein. „Wahrscheinlich wird der Fokus künftig stärker auf Servicequalität und Kundenbindung liegen als auf reinem quantitativem Wachstum.“

Diese Themen decken sich weitgehend mit den operativen Prioritäten im gesamten Marina-Sektor. „Wir gehen davon aus, dass Nachhaltigkeit, die Digitalisierung von Marina-Dienstleistungen und die Fähigkeit, integrierte Kundenerlebnisse anzubieten, zu den wichtigsten Themen gehören werden.“ Neben diesen strukturellen Veränderungen rücken auch praktischere Herausforderungen in den Vordergrund: „Darüber hinaus werden Saisonmanagement und die Verlängerung der Liegezeiten in Marinas zentrale Themen sein – Bereiche, in die Marinedi aktiv durch Veranstaltungen, Dienstleistungen und Schiffsrefit investiert.“

Porträtfoto von Renato Marconi, dem CEO von Marinedi, vor einem Boot
Renato Marconi, CEO von Marinedi

Trotz des anhaltenden makroökonomischen Drucks hat sich Marinedis Ausblick im Vergleich zum Vorjahr verbessert. „Wir sind etwas optimistischer als im letzten Jahr“, so Marconi. „Trotz einiger makroökonomischer Unsicherheiten zeigt der Markt weiterhin Stabilität und starkes Interesse, insbesondere an flexiblen Lösungen und strukturierten Netzwerken wie unseren.“ Er hebt zudem einen qualitativen Wandel der Kundenerwartungen hervor: „Wir beobachten ein wachsendes Interesse der Kunden an umfassenden und personalisierten Dienstleistungen.“

Für Marinedi ist Palma nicht nur ein geschäftlicher, sondern auch ein strategischer Kontaktpunkt. „Die Teilnahme an der Messe in Palma bietet uns nicht nur eine Geschäftsmöglichkeit, sondern ist auch ein wichtiger Moment, um mit internationalen Partnern in Kontakt zu treten“, so Marconi. „Sie ermöglicht es uns, die Entwicklung unseres Netzwerks zu präsentieren, Marinedis Position als wichtiger Akteur im Mittelmeerraum zu stärken und langfristige Beziehungen zu Partnern und Kunden weiter auszubauen.“

Marinedi wurde 2013 gegründet und hat sich zu einem der größten Marina-Netzwerke im Mittelmeer entwickelt. Mit über 4,530 Liegeplätzen in 13 italienischen Häfen und stetig wachsender Präsenz ist das Unternehmen bestrebt, sein zukünftiges Wachstum zu sichern. Die aktuelle Strategie deutet darauf hin, dass künftiges Wachstum weniger von der reinen Größe des Netzwerks abhängt, sondern vielmehr davon, wie effektiv dieses Netzwerk die Flexibilität, Integration und Servicequalität bieten kann, die eine sich wandelnde Kundschaft zunehmend fordert.

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