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MAIB gibt Sicherheitswarnung nach schwerer Verletzung am RIB heraus

RIB Ride Injuries Sitzanordnung

Die Marine Accident Investigation Branch (MAIB) hat nach einer schweren Verletzung auf einer RIB-Fahrt eine Sicherheitswarnung für RIBs herausgegeben.

MAIB ist die britische Regierungsorganisation, die zur Untersuchung aller Seeunfälle berechtigt ist. Laut MAIB-Sicherheitsbulletin erlitt ein Passagier auf einem Festrumpfschlauchboot (RIB) für eine Seesafari am 7. Juni 2023 eine Wirbelsäulenverletzung, die ihn von der Hüfte abwärts gelähmt machte. Zwölf Passagiere waren an Bord des Festrumpfschlauchboots gegangen und als es den Steg verlassen hatte, gaben ihnen die beiden Besatzungsmitglieder eine Sicherheitseinweisung und Anweisungen zum Tragen von Schwimmwesten. Anschließend fuhr das Festrumpfschlauchboot hinaus aufs Meer und erhöhte bei unruhiger See seine Geschwindigkeit, als es auf eine steile Welle stieß. Das Boot stürzte von der Welle und prallte heftig in das Wellental, wodurch der Passagier von seinem Sitz am vorderen Ende des Bootes gerissen wurde.

MAIB hebt RIB-Sicherheitsprobleme hervor

  • Für Personen, die im vorderen Bereich von RIBs sitzen, besteht unabhängig von der Geschwindigkeit ein deutlich höheres Risiko für Wirbelsäulenfrakturen.
  • Sitzende Personen haben möglicherweise wenig oder gar kein Verständnis für die Bootsbewegung und wissen nicht, wie man deren Auswirkungen abmildern kann.

Die MAIB hat ein Sicherheitsbulletin herausgegeben, in dem sie zur Überprüfung der Abläufe, Risikobewertungen und Briefings vor dem Abflug im Einklang mit den aktuellen Leitlinien drängt, um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten.

Der Chefinspektor für Seeunfälle, Andrew Moll OBE, sagt: „Fahrgastausflüge auf RIBs sollten ein angenehmes Erlebnis sein. Dieses Sicherheitsbulletin, das auf die schwere Wirbelsäulenverletzung eines Passagiers auf einer Seesafari zurückzuführen ist, weist auf die Risiken für Passagiere hin, die vorne auf einem Boot sitzen.

„Eigentümer und Betreiber von Passagierausflügen, insbesondere auf Festrumpfschlauchbooten, sollten ihren Betrieb anhand etablierter Verhaltenskodizes und anderer im Sicherheitsbulletin genannter Leitlinien überprüfen. Es sollten spezielle Schadensbegrenzungsmaßnahmen vorhanden sein, um Verletzungen von Passagieren zu verhindern, die im vorderen Drittel der Bootslänge sitzen.“

Erklärung des Hauptinspektors für Seeunfälle

Sicherheitsunterricht

Eigentümern und Betreibern kleiner kommerzieller Passagierschiffe wird dringend empfohlen:

  • Überprüfen Sie dringend die Abläufe und Risikobewertungen und beziehen Sie sich dabei auf die unten verlinkten Leitlinien, um die im Sicherheitsbulletin beschriebenen Risiken zu mindern.
  • Überprüfen Sie die Briefings der Passagiere vor dem Abflug und passen Sie sie an die aktuellen Leitlinien an.

Ein Untersuchungsbericht zum Unfall vom 7. Juni 2023 wird zu gegebener Zeit veröffentlicht. Einzelheiten zum Fall finden Sie auf der aktuellen Seite Untersuchungsliste.

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