Liqui Moly meldet Rekord 2018

Der deutsche Öl- und Additivspezialist Liqui Moly hat im ersten Jahr als Teil der Würth-Gruppe einen Rekordumsatz von 544 Mio. Für das gedämpftere Wachstum sind vor allem Handelsstreitigkeiten, ein schwacher russischer Rubel und niedrige Rohölpreise verantwortlich.

„Internationale Handelsstreitigkeiten, der heiße Sommer und steigende Kosten, insbesondere die dramatisch gestiegenen Rohölpreise, haben dazu beigetragen, unser Ergebniswachstum deutlich zu verlangsamen“, sagt Ernst Prost, Vorstandsvorsitzender.

Latente globale Handelsstreitigkeiten hatten 2018 Auswirkungen auf Liqui Moly. So ging das Geschäft mit China beispielsweise um ein Drittel zurück und auch der Handel mit Russland, einem bedeutenden Exportmarkt für das Unternehmen, ging in den letzten zwei Jahren aufgrund der erheblichen Abwertung des Rubels.

„Solche Veränderungen können nicht anders, als Auswirkungen zu haben“, sagt Exportmanager Salvatore Coniglio. „Diese Rückschläge in China und Russland hätten viel größere Auswirkungen, wenn wir nicht in 150 Ländern aktiv gewesen wären. Den Umsatzrückgang in einigen Ländern können wir durch die Erschließung neuer Märkte in anderen ausgleichen.“

Einer der größten Lichtblicke ist Großbritannien, wo der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 35 % gestiegen ist. Die Unsicherheit des Brexits hat sich nicht ausgewirkt und das Wachstum des deutschen Marktes bleibt fragil.

„Unter den gegebenen Umständen ist ein Wachstum von 2 % in Deutschland und Österreich ein Riesenerfolg“, sagt CEO Günter Hiermaier. „Schließlich ist die Zahl der Wettbewerber gestiegen, aber der Kuchen, der geteilt werden soll, ist immer noch gleich groß. Entsprechend groß ist die Konkurrenz. Wir setzen weiterhin auf eine Kombination aus Marketingpaketen und Vertriebspower.“

Neben einem geringeren Umsatzwachstum sind auch die Kosten von Liqui Moly dramatisch gestiegen. Neben Investitionen in zusätzliche Bestandskontrollstrategien, neue Software und ein zusätzliches Tanklager von rund 11 Mio. € verursachten steigende Rohstoffpreise zusätzliche Kosten von rund 6 Mio. €.

Auch das Wetter hatte Einfluss. Die über den Sommer anhaltenden hohen Temperaturen schränkten die Nutzung des Rheins ein und machten ihn zeitweise unschiffbar, was wiederum die Transportkosten für Rohstoffe und Fertigwaren erhöhte. „Insgesamt sind unsere Fracht- und Logistikkosten um rund 1.2 Millionen Euro gestiegen“, sagt Prost.

Auch die Ausgaben für Marketing und F&E sind gestiegen, aber geplant. 2017 investierte Liqui Moly 19.8 Millionen Euro in die Markenbekanntheit, 2018 fast eine Million mehr. Die F&E-Ausgaben stiegen auf fast 6 Millionen Euro.

Eine weitere Zahl, die zu erhöhten Kosten geführt hat, ist die Zahl der Mitarbeiter von Liqui Moly. Im Jahr 24 wurden rund 2018 Arbeitsplätze geschaffen. In Ulm, Saarlouis und den Auslandsgesellschaften sind heute insgesamt 848 Mitarbeiter beschäftigt.

Das 1957 gegründete Unternehmen Liqui Moly entwickelt und produziert eine Reihe von Ölen, Schmierstoffen und Additiven für die Automobil- und Schifffahrtsmärkte. Das Unternehmen ist in 150 Ländern aktiv.

Kommentarfunktion ist abgeschaltet.

Diese Seite wurde von GTranslate aus dem Englischen übersetzt. Der Originalartikel wurde vom in Großbritannien ansässigen MIN-Team verfasst und/oder bearbeitet.

Zum Inhalt