ICOMIA-Podcast: Fernando Giquel, ANEN, über Zugang, Kultur und globales Wachstum in der spanischen Schifffahrtsindustrie
Fernando Giquel, Gastgeber des ICOMIA-Kongresses 2025 und Generaldirektor von ANEN (Asociación Nacional de Empresas Náuticas – der spanische Verband der Schifffahrtsbranche), spricht über die Zukunft der Bootsbranche in Spanien, mit Schwerpunkt auf den Balearen.
Die Diskussion beleuchtet drei Schlüsselthemen: die Balearen als erstklassiges Reiseziel für Bootsfahrten und maritime Dienstleistungen, den Wandel hin zu zugänglichem und erlebnisorientiertem Bootssport und die Bemühungen, in Spanien eine breitere nautische Kultur aufzubauen.
Laut Giquel sind die Balearen ein erstklassiges Reiseziel für Boots- und Schifffahrtsdienste. Er bezeichnet die Ausrichtung des ICOMIA-Kongresses in Palma de Mallorca als „Meilenstein“ für ANEN und die Region. Er sagt, die Balearen böten einige der weltweit besten Bedingungen für die Schifffahrt, mit hochwertiger maritimer Infrastruktur und einer Mischung aus Superyachten, traditionellen Fischerbooten und kleineren Freizeitschiffen.
„Wir machen Spanien für viele Kollegen bekannt“, sagt er und weist darauf hin, dass Besucher aus so weit entfernten Ländern wie Australien, Südafrika und den USA von den Möglichkeiten und dem Charme der Region beeindruckt sind.
Während Superyachten die Region erfreuen, ist Giquel sich sicher: „Man muss kein Millionär sein, um das Meer zu genießen.“ Er möchte Barrieren für den Bootssport abbauen.
Durch die Förderung von Charterangeboten, Bootsclubs und Modellen zur gemeinsamen Nutzung arbeitet ANEN daran, das Erlebnis einem jüngeren, erlebnisorientierten Publikum zugänglicher zu machen. Er betont, dass man ein paar Tage auf dem Boot genießen kann, ohne die Kosten oder Verpflichtungen eines Eigentümers – ein Aspekt, der angesichts der sich wandelnden Verbrauchergewohnheiten immer wichtiger wird.
Trotz Spaniens langer maritimer Geschichte ist Giquel der Meinung, dass dem Land noch immer eine weit verbreitete moderne Bootskultur fehlt. ANEN arbeitet daran, dies zu ändern, indem es maritime Aktivitäten einem neuen Publikum nahebringt und die Idee fördert, dass das Meer für alle zugänglich ist.
„Uns fehlt noch immer ein wenig nautische Kultur“, sagt er und fügt hinzu, dass ein stärkeres Bewusstsein und eine stärkere Beteiligung der Wirtschaft, der Beschäftigung und dem gesamten maritimen Sektor zugutekommen würden.



