Export- und Umbaumärkte stützen düstere Lage der schwedischen Schifffahrtsindustrie
„Das letzte Jahr war ein hartes Jahr für Bootshersteller, Bootshändler und Ausrüstungsunternehmen“, sagt Annika Lindqvist, GMBA-Vertreterin für Schweden„Die Verbraucher sind und bleiben zögerlich und preisbewusst. Es wurden weniger Boote und weniger Ausrüstung und Zubehör verkauft, auch Serviceunternehmen waren betroffen – allerdings nicht so stark.“
Trotzdem glaubt Lindqvist, dass es einige Hoffnungsschimmer gibt.

„Teurere Boote verkaufen sich immer noch relativ gut, da das vermögendere Kundensegment weniger preisempfindlich ist.
„Der Inlandsmarkt ist schwach, aber der Export läuft aufgrund unserer schwachen Krone besser. Wir haben einen guten Ruf für Qualität und Innovation in der Bereich Ausrüstung und AusstattungSchweden exportiert in diesen Segmenten viel. Der Umbau- und Reparatursektor bleibt stabil und ist, wie üblich, stabiler als der Bootsabsatz. Tatsächlich bleibt der Umbau- und Reparaturmarkt das Rückgrat der schwedischen Freizeitbootindustrie.“
Lindqvist hofft auf weitere Aufschwünge: In einer im August 2024 vom schwedischen Schifffahrtsverband Sweboat durchgeführten Umfrage hatten rund 42 bis 43 Prozent der 124 Befragten aufgrund niedrigerer Inflation und Zinsen einen positiven Ausblick für 2025.
Was die Elektrifizierung betrifft, verzeichnete Schweden Anfang 2020 zwar einen regionalen Anstieg der Elektrobootnutzung, dieser hat sich jedoch deutlich verlangsamt. Der Fokus der schwedischen Industrie scheint sich auf Lösungen zur Kraftstoffeffizienz verlagert zu haben. Wir beobachten auch verstärkte Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen im Bereich Hydrofoiling.
Globale Unternehmensberater für die Schifffahrt, GMBA, ist ein Netzwerk von 20 Unternehmen der Schifffahrtsindustrie auf fünf Kontinenten, das umfassende Unterstützung in verschiedenen Disziplinen und Sektoren der maritimen Welt bietet.




