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Der EU-Plan für nachhaltigen Verkehr schließt erstmals auch die Freizeitschifffahrt mit ein.

EU-Flagge und französische Flagge gegen den Himmel

Der gestern (5. November 2025) veröffentlichte Investitionsplan für nachhaltigen Verkehr (STIP) der Europäischen Kommission ist die erste EU-Verkehrsstrategie, die Sportboote explizit miteinbezieht.

Die Europäische Bootsindustrie (EBI) begrüßt den Plan, der einen technologieneutralen Weg zur Dekarbonisierung des Sektors aufzeigt und die Freizeitschifffahrt als Teil des umfassenderen grünen Wandels in Europa anerkennt. Die Aufnahme des Plans folgt auf die einjährige Zusammenarbeit der EBI mit der Europäischen Kommission zu alternativen Kraftstoffen und Infrastruktur.

Der STIP stellt fest, dass für Sportboote verschiedene Kraftstoffalternativen zu fossilen Brennstoffen geprüft werden und hebt das langsame Tempo der Flottenerneuerung hervor. Er weist darauf hin, dass ohne verbindliche Zielvorgaben bis zu 90 Prozent der Schiffe schrittweise auf erneuerbare Kraftstoffe umgestellt werden könnten.

Zu den wichtigsten Punkten für die Bootsbranche zählen die erstmalige formale Anerkennung von Sportbooten im EU-Verkehrsplan, die Verfügbarkeit neuer Fördermittel und Investitionsmöglichkeiten sowie die gezielte Unterstützung nachhaltiger Kraftstoffe und der Hafeninfrastruktur. Der Plan sieht bis 2027 EU-Fördergelder in Höhe von 2.9 Milliarden Euro vor. Ziel ist es, bis 2035 Investitionen von insgesamt über 100 Milliarden Euro anzuziehen und damit Möglichkeiten für Projekte in den Bereichen nachhaltige Kraftstoffe, Elektrifizierung, Hybridtechnologien und Hafenanlagen zu schaffen. Darüber hinaus werden Pläne für Zertifizierungssysteme, die Rückverfolgbarkeit von Kraftstoffen und Abrechnungssysteme skizziert, um die Nutzung erneuerbarer Kraftstoffe durch kleinere Betreiber zu fördern.

Philip Easthill, Generalsekretär des EBI

„Zum ersten Mal ist die Freizeitschifffahrt Teil der EU-Strategie zur Dekarbonisierung der Wasserwege“, sagt Philip Easthill, Generalsekretär des EBI (links im Bild).

„Das zeigt, dass unsere Branche gehört und als relevanter Akteur im grünen Wandel Europas anerkannt wird, mit einem technologieneutralen Dekarbonisierungspfad und dem notwendigen Fokus auf die bestehende Fahrzeugflotte und nachhaltige Kraftstoffe.“

„Diese Anerkennung positioniert den Freizeitbootssektor fest auf der Landkarte der EU-Förderung für die kommenden Jahre. Sie sendet ein klares Signal, dass Nachhaltigkeit bei Kraftstoffen und Antriebssystemen sowie bei der Infrastruktur in Yachthäfen ein zentraler Bestandteil der europäischen Industriestrategien ist.“

EBI Sie repräsentiert die europäische Freizeitbootsbranche und umfasst Bootsbau, Ausrüstungsherstellung, Yachthäfen und Dienstleistungsanbieter. Der Sektor umfasst rund 32,000 Unternehmen, überwiegend KMU, und beschäftigt europaweit mehr als 280,000 Menschen.

EBI erklärt, dass es weiterhin mit der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten zusammenarbeiten wird, um sicherzustellen, dass der Bootssektor von künftigen Initiativen profitiert, die sich aus dem Investitionsplan für nachhaltigen Verkehr, der bevorstehenden industriellen maritimen Strategie der EU und der Strategie für nachhaltigen Tourismus ergeben, die beide für 2026 erwartet werden.

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