Donerail veröffentlicht weiteren offenen Brief, MarineMax kontert
MarineMax Fort Myers-Anlage
Sowohl die Donerail Group als auch MarineMax haben neue offene Briefe veröffentlicht, in denen sie ihre Positionen im Anschluss an die Ereignisse darlegen. Unaufgefordertes Gebot eines US-Hedgefonds in Höhe von 35 US-Dollar pro Aktie.
Neueste Entwicklungen
In einem weiteren offenen Brief vom 23. Februar erklärt die Donerail Group: „Wir sind enttäuscht, dass der Vorstand trotz der Einreichung unseres ersten Vorschlags vor fast sechs Wochen, am 13. Januar 2026, sowie eines detaillierteren Vorschlags am 1. Februar 2026, der klare Nachweise über die Finanzierungsfähigkeit führender globaler Investitionspartner liefert, kein sinnvolles Feedback zu unserem Vorschlag gegeben hat, offenbar kein ordnungsgemäßes Verfahren zur Bewertung unseres Vorschlags eingerichtet hat und uns auch keinen Zugang zu den üblicherweise vertraulichen Informationen gewährt hat, die für die Erstellung eines rechtsverbindlichen Vorschlags erforderlich sind.“
Antwort des MarineMax-Vorstands
Der Einzelhändler für Freizeitboote, Betreiber von Yachthäfen und Anbieter von Superyacht-Dienstleistungen, MarineMax, hat als Reaktion darauf eine weitere Stellungnahme veröffentlicht.
In der Erklärung bestätigt MarineMax, dass das Unternehmen mit Unterstützung seiner unabhängigen Finanz- und Rechtsberater mit Donerail in Kontakt steht und dessen unaufgeforderte Interessensbekundung zum Erwerb des Unternehmens („die Interessensbekundung“) prüft.
Die Erklärung von MarineMax lautet:
Nach Eingang der Interessensbekundung hat das Unternehmen Donerail umgehend die üblichen Fragen zur Due-Diligence-Prüfung gestellt, um dem Vorstand die Bewertung des Interesses von Donerail, der Finanzierungsquellen und der Erfolgswahrscheinlichkeit der Transaktion zu erleichtern. Das Unternehmen und seine Berater haben bereits drei ausführliche Gespräche mit Donerail und dessen Vertretern geführt.
„Das Unternehmen hat Donerail vor knapp zwei Wochen auch eine Standard-Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) zukommen lassen, um die weitere Zusammenarbeit zu erleichtern.“
„Obwohl Donerail bereits zweimal öffentlich seinen Wunsch geäußert hat, nicht-öffentliche Informationen über unser Geschäft zu erhalten (und das Unternehmen dafür kritisiert hat, diese Informationen noch nicht bereitzustellen), hat Donerail diese einfache, übliche Vereinbarung noch nicht unterzeichnet oder auch nur dazu Stellung genommen.“
Die Aktionärsabstimmung wird zum Zündpunkt
In einem offenen Brief vom 23. Februar fordert Donerail die Aktionäre erneut auf, bei der bevorstehenden Jahreshauptversammlung 2026 am 3. März gegen die Wahl von CEO Brett McGill zum Direktor zu stimmen.
Donerail bekräftigte seinen Wunsch, sein zuvor geäußertes Angebot von 35 US-Dollar pro Aktie in bar zur Übernahme des Unternehmens unverzüglich weiterzuverfolgen, vorbehaltlich einer bestätigenden Due-Diligence-Prüfung.
Donerail erklärt: „Seit unserem öffentlichen Schreiben vom 9. Februar 2026 haben wir zahlreiche Rückmeldungen von Aktionären, Branchenteilnehmern und Finanzinstituten erhalten, die ihre Besorgnis über die Geschäftsentwicklung, die Unternehmensführung, die strategische Ausrichtung und die Bereitschaft von MarineMax zur Zusammenarbeit mit potenziellen strategischen Käufern zum Ausdruck bringen. Diese Entwicklungen bestärken uns in unserer langjährigen Überzeugung, dass der innere Wert von MarineMax deutlich höher ist als der aktuelle Aktienkurs widerspiegelt und dass eine entschlossene Führung und verantwortungsvolle Unternehmensführung erforderlich sind, um diesen Wert für die Aktionäre freizusetzen. Kurz gesagt: Wir sind der Ansicht, dass die Aktionäre einen Aufsichtsrat verdienen, der bereit ist, glaubwürdige Möglichkeiten zur Wertmaximierung objektiv zu bewerten.“
Der Vorstand von MarineMax erklärt, er sei weiterhin bestrebt, jeden glaubwürdigen Vorschlag, der das Potenzial hat, den Shareholder Value zu steigern, sorgfältig zu prüfen.
Unaufgefordertes Angebot löst Streit um Unternehmensführung aus
Die Auseinandersetzung begann Anfang Februar mit ersten Ereignissen. Am 3. Februar MarineMax gab eine öffentliche Erklärung ab, in der dies bestätigt wurde. Das Angebot war zwar eingegangen, es wurde jedoch klargestellt, dass es unaufgefordert war. Am 11. Februar Donerail veröffentlichte einen vernichtenden Brief an die Aktionäre von MarineMax. Sie warf dem Unternehmen „Verfestigung der Machtpositionen im Vorstand, Vetternwirtschaft und Behinderung der Aktionärsbeteiligung“ vor.




