Baubeginn für einen Yachthafen mit 700 Liegeplätzen an der spanischen Costa Tropical
Marina Motril wird auf einem 100,000 m² großen Gelände eröffnet. Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von Chapman Taylor
Im bestehenden Hafen von Motril in der südspanischen Provinz Granada soll ein neuer Yachthafen gebaut werden, der den Club Náutico und die Marina Seca ersetzt.
Die neue Marina Motril an der spanischen Costa Tropical bietet Platz für 700 Schiffe und verfügt über 450 Liegeplätze im Wasser und 250 Liegeplätze an Land auf einem 100,000 m² großen Gelände, das aus ehemaligen Logistikflächen umgebaut wurde.
Chapman Taylor wurde zum leitenden Architekten des Projekts ernannt. Der Baubeginn ist für März 2026 geplant, die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2028 geplant.
Das Projekt wird von Marina Motril SL entwickelt, einem Joint Venture zwischen dem derzeitigen Betreiber der Trockenmarina und dem in Granada ansässigen Energiekonzern Grupo Cuerva, der im Dezember 49 eine 2023-jährige Entwicklungskonzession erhielt.
Die Küste Granadas bietet derzeit 427 Anlegestellen zwischen Marina del Este (227) und Club Náutico de Motril (200). Marina Motril wird diese Kapazität mehr als verdoppeln und damit die erste größere Erweiterung seit 1988 darstellen.

Der Masterplan von Chapman Taylor verbindet Hafenbetrieb und öffentlichen Raum und zielt darauf ab, das Stadtzentrum mit der Uferpromenade und dem weiteren Mittelmeerraum zu verbinden. Der Entwurf greift mediterrane und nazarische Architektureinflüsse auf und umfasst ein 15,000 m² großes Gewerbegebiet mit Einzelhandels-, Gastronomie- und Kunsthandwerksläden, einen Zoco-inspirierten Markt mit Wasserspielen und einheimischer Bepflanzung sowie eine Tiefgarage mit fast 600 Stellplätzen.
Zu den Einrichtungen gehören außerdem die Aula del Mar, ein Meeresforschungszentrum in Partnerschaft mit der Universität Granada, ein neuer Wassersportclub mit zwei Pools, ein Fitnessstudio, Coworking- und Veranstaltungsräume sowie ein Dock für kleine Segel- und Wassersportarten. Geplant ist ein 21,000 Quadratmeter großes Varadero mit zwei Travelifts (110 und 450 Tonnen), das die größte Yachtreparaturwerft im südlichen Mittelmeerraum werden soll.
Marina Motril wird mit erneuerbarer Energie betrieben und ist Teil der von Cuerva geleiteten Initiative „Green Motril“ zur Gründung einer Energiegemeinschaft vor Ort. Im Rahmen der Entwicklung werden ungenutzte Flächen umgenutzt, Forschung und Bildung zu Meeresökosystemen integriert und die Schaffung einer neuen Meeresbucht vermieden, um ökologische Störungen zu reduzieren.

Das Projekt soll über 150 direkte Arbeitsplätze schaffen und die Beschäftigung in den Bereichen Tourismus, Gastgewerbe, Einzelhandel und Schifffahrt fördern. Die Projektentwickler prüfen verschiedene Finanzierungsoptionen, um die geschätzten Kosten von über 30 Millionen Euro zu decken. Die endgültige Umweltgenehmigung des spanischen Ministeriums für den ökologischen Wandel wird im nächsten Jahr erwartet.
„Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit Marina Motril und der Hafenbehörde eine mutige und zukunftsfähige Uferpromenade zu schaffen“, sagt José Carlos Díez, Direktor von Chapman Taylor„Dieses Projekt ist ein Beispiel dafür, wie Architektur Infrastruktur, Kultur und Gemeinschaft in einer einzigen, kohärenten Vision vereinen kann.“



