Benetti führt KI in Produktionsprozesse ein
Benettis Werk in Livorno
Der italienische Bootsbauer Benetti plant, künstliche Intelligenz in seine Produktionsprozesse einzuführen. Dies ist Teil eines Projekts, das er gemeinsam mit dem Quinn University Consortium entwickelt hat.
Die erste Phase, die bis Ende des Jahres beginnen soll, konzentriert sich auf vier Bereiche innerhalb der kundenspezifischen Fertigungsabteilung am Standort Livorno. KI-basierte Systeme, die die Prozessleistung verbessern, die Automatisierung erhöhen und die Konsistenz von Produkten und Dienstleistungen unterstützen sollen, werden in den Bereichen Logistik, Planung, Produktionsplanung und Sicherheit eingesetzt.
„Investitionen in Innovation sind die Strategie, die sicherstellt, dass wir unseren Kunden stets das bestmögliche Produkt bieten können“, so Benetti-Geschäftsführer Massimo Casoni. „Die Einführung künstlicher Intelligenz ist ein bedeutender Fortschritt in der Geschichte des Yachtbaus. Während Exzellenz und Liebe zum Detail weiterhin die Kernwerte der Marke bilden, ermöglicht die Anwendung modernster digitaler Lösungen schnellere, effizientere und nachhaltigere Prozesse und versetzt uns damit in die bestmögliche Lage, zukünftige Herausforderungen zu meistern.“
„Wir sind stolz auf diese Zusammenarbeit mit dem Konsortium, mit dem wir das Gefühl der Zugehörigkeit zur Region und die Vision einer Zukunft teilen, in der Technologie einem einzigartigen Produkt Mehrwert verleiht.“
Ilaria Campana, Generaldirektorin der Quinn-Konsortium, fügt hinzu: „Wir fühlen uns sehr geehrt, diesen Weg mit einem Unternehmen wie Benetti zu gehen, was für uns bedeutet, eine strategische Vision zu teilen, in der technologische Innovation, Menschen und Prozesse zusammenwirken, um im Laufe der Zeit nachhaltigen Wert zu schaffen.“
„Künstliche Intelligenz ist heute ein entscheidender Hebel, um Unternehmen in die Zukunft zu führen – vorausgesetzt, wir betrachten sie nicht nur als Werkzeug zur Effizienzsteigerung, sondern vor allem als treibende Kraft für Transformation, die konkrete, positive Auswirkungen auf das gesamte Produktionssystem haben kann. Deshalb benötigen wir einen integrierten, prozessorientierten Ansatz, um hervorragende Leistungen zu erbringen, Investitionen in Technologie zu schützen und neue Arbeitsweisen zu fördern.“
Quinn arbeitete bereits von 2022 bis 2024 mit Benetti an einem Projekt zur Logistiksynchronisation mit Schwerpunkt auf horizontaler Lieferkettenintegration zusammen. Die dabei gewonnenen Daten und Erkenntnisse dienten der Identifizierung von Verbesserungspotenzialen und der Entwicklung der implementierten KI-basierten Tools. Dazu gehören automatische Steuerungen für das Portal zur Buchung eingehender Materialien – zur Abstimmung von Materiallieferungen mit Yachtfahrplänen und Lagerkapazitäten – sowie ein Prototyp eines Dreijahresplansimulators zur Verarbeitung komplexer Szenarien und zur Unterstützung der Leistungsbewertung.



