Anderton-Bootshebewerk: Restaurierungsarbeiten an der britischen Ikone wegen „Unerschwinglichkeit“ unterbrochen
Der Aufzug ist eine beliebte Touristenattraktion.
Ein umfangreiches Restaurierungsprogramm für das Anderton Boat Lift in der englischen Grafschaft Cheshire wurde vorerst gestoppt, nachdem die Wasserstraßen-Wohltätigkeitsorganisation Canal and River Trust, die das Projekt betreut, bestätigt hatte, dass die zusätzlichen Ausgaben derzeit „nicht finanzierbar“ seien.
Das legendäre Anderton-Schiffshebewerk – das oft als das erste Schiffshebewerk der Welt bezeichnet wird – wurde 1875 in der Nähe von Northwich vom Ingenieur Edwin Clark erbaut und sollte den Trent & Mersey-Kanal mit der Weaver-Schifffahrtsstraße verbinden und dabei einen Höhenunterschied von 50 Fuß überbrücken.
Der Aufzug, der wurde dieses Jahr 150 Jahre altSie wird manchmal auch als „Kathedrale der Kanäle“ bezeichnet. Sie war fast ihre gesamte Geschichte über in Betrieb, obwohl sie in den 1980er und 1990er Jahren aufgrund von baulichen Bedenken vorübergehend geschlossen war.
Nach einer 7 Millionen Pfund teuren Restaurierung, die im Jahr 2002 abgeschlossen wurde, wurde sie als funktionierendes Schiffshebewerk und Besucherattraktion wiedereröffnet. Der Aufzug wurde im Jahr 450,000 für 2022 £ repariert, nachdem ein Sicherheitsmechanismus eines der Hebebühnen versagt hatte.
Die Anlage ist seit Januar 2025 gesperrt, nachdem bei einer Routineprüfung das Seil des Hubtors am oberen westlichen Kanalufer gerissen war. Dadurch ist es Bootsfahrern unmöglich, die Verbindungswege zwischen dem Trent-und-Mersey-Kanal und dem Fluss Weaver bei Anderton zu nutzen.

Das Bauwerk ist stark sanierungsbedürftig. Der Canal and River Trust hatte sein Projekt „Engineering the Future“ zur Modernisierung des Aufzugs und des Besucherzentrums vorbereitet. Unterstützt wurde das Projekt von der National Lottery Heritage FundDer Projektumfang umfasste notwendige Instandhaltungsarbeiten wie Sandstrahlen, Reparaturen, Neuanstrich und die Aktualisierung des IT-Betriebssystems. Geplant war außerdem der Ersatz des hölzernen Kontrollhäuschens und die Erweiterung des Besucherzentrums um einen flexiblen Veranstaltungsraum. Die geschätzten Gesamtkosten dieser Arbeiten beliefen sich auf 13.5 bis 15 Millionen Pfund. Die Sanierung sollte im Herbst 2025 beginnen und voraussichtlich 12 bis 18 Monate dauern.
In einer Erklärung des Canal and River Trust heißt es jedoch, dass die Wiedereröffnung des Bauwerks und dessen Inbetriebnahme für Bootsfahrer nun Priorität haben. Das bedeutet, dass das erweiterte Restaurierungsprojekt und die Renovierungsarbeiten am Besucherzentrum vorerst ausgesetzt sind.

Jon Horsfall, Regionaldirektor des Canal and River Trust, erklärt: „Die Priorität unserer gemeinnützigen Organisation liegt darin, den Wasserlift für die Schifffahrt wieder in Betrieb zu nehmen. Es handelt sich um ein bemerkenswertes Bauwerk und ein prägendes Wahrzeichen der britischen Wasserstraßen, das weiterhin von nationaler Bedeutung für das Kanalnetz ist.“
„Das Team setzt sich weiterhin für die langfristige Zukunft des Anderton-Schiffshebewerks ein. Wir konzentrieren uns auf die notwendigen Arbeiten zur Wiederaufnahme der Schifffahrt und stellen gleichzeitig die zusätzlichen Ausgaben an anderen Stellen des Hebewerks ein, da diese derzeit nicht finanzierbar sind. Dadurch stellen wir sicher, dass die begrenzten Mittel unserer gemeinnützigen Organisation so effizient wie möglich eingesetzt werden, um ausreichend in andere wichtige Bereiche der Schifffahrt zu investieren, darunter Schleusen, Brücken, Aquädukte und das gesamte Schifffahrtsnetz.“
„Ich möchte mich bei unseren Freiwilligen, Spendern, Partnern und dem National Lottery Heritage Fund für sein anhaltendes Interesse und seine wichtige Unterstützung bedanken, sowohl hier in Anderton als auch im gesamten Nordwesten Englands und im weiteren Kanalnetz.“

Die nun geplanten Arbeiten werden es dem Bootslift ermöglichen, ab 2027 wieder Boote zwischen dem Trent & Mersey-Kanal und dem Fluss Weaver zu transportieren. Laut der Betreibergesellschaft wird dadurch der Fehler an den Senkkastentoren der Anlage behoben und außerdem das Betriebssystem des Lifts längst überfällig modernisiert, um den Bootstransport zuverlässiger zu gestalten.
In einer Erklärung teilt die Stiftung mit: „Die Installation wird im Winter 2026/27 erfolgen, wobei ein Senkkasten rechtzeitig zur Sommersaison 2027 geöffnet wird und der andere Senkkasten so bald wie möglich danach ebenfalls geöffnet wird.“
„Auch wenn es noch lange dauern mag, sind die Arbeiten kompliziert und zeitaufwendig. An zehn separaten Toren wird ein neuer Hebemechanismus installiert, der die bisherigen Seile, Drähte und Rollen ersetzt. Das neue System wird robust, zukunftssicher, sicher im Betrieb und wartungsfreundlicher sein.“
Der Jahresbericht und die Jahresrechnung des Canal and River Trust für 2024 offenbarten ein Jahr, das geprägt war von Rekordausgaben für die Instandhaltung und zunehmender Druck auf den Betrieb aufgrund der alternden Kanalinfrastruktur und steigender Kosten, die durch Klimawandel und Inflation noch verschärft werdenDiese Herausforderungen kommen zu einem kritischen Zeitpunkt, da der Trust ab 2027 mit erheblichen Kürzungen der staatlichen Finanzierung konfrontiert ist.
Die Anderton Boat Lift Besucherzentrum und Café sind während der gesamten Wintersaison jedes Wochenende (10-4 Uhr) geöffnet.





Die Kanal- und Flussstiftung schreibt uns zwar gerne vor, was wir zu tun haben, aber die Kostenkontrolle ist ein Witz. Ähnlich wie die Kommunal- und Landesverwaltung ist sie viel zu groß und unübersichtlich.
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